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Nach dem gewaltsamen Angriff auf die BIBLIOTHEK DER VERBRANNTEN BÜCHER haben wir den Gedenkort repariert und werden ihn als lebendigen Erinnerungsort pflegen, denn Erinnern ist Arbeiten an der Zukunft.

Am Samstag, 22. November 2025 hören wir ab 11 Uhr auf dem Bassinplatz aus den „Abenteuer(n) des braven Soldaten Schwejk“ – dem antimilitaristischen Schelmenroman von Jaroslav Hašek. Schwejk ist das Sinnbild der individuellen Revolte gegen Diktatur und Kriegstreiber. Bissige Komik strahlt Bertolt Brechts „Legende vom toten Soldaten“ aus, die wir in der Vertonung Ernst Buschs hören werden.

Das Lesen aus den Werken unserer Bibliothek ist Erinnern und Zukunft gestalten zugleich. Das können wir nur gemeinsam!

Wir sind daher dankbar für die vielfache Solidarität, die wir erfahren haben und das geteilte Entsetzen, vor allem aber auch für die zugesagten Buchspenden.

Bringen Sie gern Bücher von der Liste mit und lassen Sie die Bibliothek weiter wachsen.

gedenkort-verbrannte-buecher.de

Initiative Gedenkort verbrannte Bücher

 

 

Auch in der Dezembersitzung der Stadtverordnetenversammlung stehen wieder neue Anträge unserer Fraktion auf der Tagesordnung.

Diesmal geht es um die Barrierefreiheit am Bahnhof Marquardt, um die temporäre Ausweisung von Schulstraßen an der Internationalen Schule, um einen Erinnerungsort an den Antifaschisten Paul Kühne und um die Schaffung von Kletterwänden an Parkhäusern und Gebäuden.

A 25_SVV_1068 Boulderwände

A 25_SVV_1069 Erinnerungsort Paul Kühne

A 25_SVV_1080 Schulstraße Internationale Schule

A 25_SVV_1091 Barrierefreier Bhf Marquardt

 

Ihr habt es längst gehört: Die Bundeswehr will euch an die Wäsche. Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär wird ab Januar 2026 einen wöchentlichen Beratungstermin anbieten. Bereits jetzt arbeiten wir an einer effektiven Beratungsstrategie und klären die organisatorischen Fragen. Aber wer bis dahin nicht tatenlos bleiben möchte, kann schon heute Widerspruch gegen die Weitergabe seiner/ihrer Daten an die Bundeswehr einlegen und damit ein Zeichen gegen Militarisierung und Mobilmachung setzen.

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Auf der Homepage der Stadt Potsdam heißt es dazu ganz offiziell: Nach § 58b des Gesetzes über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz-SG) können sich Frauen und Männer, die Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind, verpflichten, freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Zum Zweck der Übersendung von Informationsmaterial übermitteln die Meldebehörden dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr aufgrund § 58c Soldatengesetz jährlich bis zum 31. März folgende Daten zu Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im nächsten Jahr volljährig werden:

  • Familienname
  • Vornamen
  • gegenwärtige Anschrift

Die Datenübermittlung unterbleibt, wenn die Betroffenen ihr nach § 36 Absatz 2 Bundesmeldegesetz widersprochen haben. Das Formular „Widerspruch gegen die Übermittlung von Meldedaten an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr“ sendet ihr bitte an die

Landeshauptstadt Potsdam
Bereich Bürgerservice
Friedrich-Ebert-Straße 79/81
14469 Potsdam

https://vv.potsdam.de/vv/produkte/173010100000008714.php

Also klickt euch durch und sagt es gern weiter!

Am vergangenen Wochenende fand in der Kulturscheune Marquardt eine Veranstaltung des Vereins Bürgergemeinschaft für gesundes und selbstbestimmtes Leben e. V. statt. Unter dem Deckmantel einer literarischen Lesung traten dort Autorinnen und Autoren aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum auf, die Presseberichten zufolge zum Abriss der Brandmauer aufriefen und für die Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle warben – eine Veranstaltung, bei der bekannte Vertreter des rechtsextremen Spektrums am Wochenende des 9. Novembers versuchen, ihre demokratie- und menschenfeindlichen Positionen gesellschaftlich zu normalisieren.

Besonders befremdlich ist, dass sich der geladene Redner Uwe Tellkamp nach Angaben der Märkischen Allgemeinen Zeitung nicht nur bei der Vereinsvorsitzenden Susanne Müller-Rubelt, sondern ausdrücklich auch bei ihrem Ehemann, dem Potsdamer Baubeigeordneten Bernd Rubelt, für die Einladung bedankte. Diese Aussage wirft Fragen auf: Welche Rolle spielte Herr Rubelt bei der Organisation oder Ermöglichung dieser Veranstaltung – und bestand womöglich eine politische Einflussnahme zugunsten des Vereins?

Die Kulturscheune Marquardt ist eine von der Stadt Potsdam geförderte Einrichtung und gehört damit zu den Bürger- und Nachbarschaftshäusern, nach deren geltenden Regularien grundsätzlich keine parteipolitischen oder eindeutig politischen Veranstaltungen stattfinden dürfen. Sollte in diesem Fall eine Ausnahme gemacht oder eine solche Veranstaltung bewusst ermöglicht worden sein, muss transparent aufgeklärt werden, wie und warum dies geschehen konnte.

Zwar wurde die Lesung formal als literarische Veranstaltung angekündigt, womit sie die Vergaberegeln möglicherweise umging. Doch angesichts der nachweislich politischen Inhalte ist dies kein bloßer Formfehler, sondern ein gezielter Missbrauch öffentlicher Räume für die Verbreitung rechtsextremer Positionen.

Gerade deshalb erwarten wir von Herrn Rubelt als politischem Amtsträger eine eindeutige öffentliche Stellungnahme. Er muss klar darlegen, ob und in welcher Form er in die Veranstaltung involviert war und welche Haltung er zu den dort vertretenen Inhalten einnimmt. Eine unmissverständliche Distanzierung von rechtsextremen Bestrebungen ist nicht nur geboten, sondern Voraussetzung für das Vertrauen in die Integrität der Stadtverwaltung.

Die Stadt Potsdam steht für Demokratie, Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Diese Werte dürfen nicht zur Disposition stehen – schon gar nicht in von der Stadt geförderten Einrichtungen.

Die Fraktionen Die Linke, SPD, DIE aNDERE

 

Unsere noch frische Fraktion hat für die Sitzung der Stadtverordneten im November 2025 mehrere Anträge gestellt.

Wir möchten, dass ab 2026 im Mai weniger auf städtischen Grünflächen gemäht wird, dass die Sperrung der Einfahrt in die Bahnhofstraße geprüft wird, dass eine Kampagne zur Begrünung von Balkonen gestartet wird, dass der Wochenmarkt während des Weihnachtsmarktes auf dem Bassinplatz weitergeführt wird und dass auch Alternativen für die Stadtteilarbeit geprüft werden, falls der Schulneubau in der Pappelallee scheitert.

A 25_SVV_0925 Mähfreier Mai

A 25_SVV_0928 Verkehrsberuhigung Bhf Medienstadt

A 25_SVV_0929 Begrünung Balkone

A 25_SVV_1035 Durchführung Wochenmarkt während des Weihnachtsmarktes

EA 25_SVV_0814-001 Standort Stadtteilarbeit bei Wegfall Pappelallee

 

Als die Wählergruppe DIE aNDERE im Mai 2024 eine Telefonzelle kaufte und sie als provisorischen Gedenkort für die Bibliothek der verbrannten Bücher auf dem Bassinplatz aufstellte, gingen wir davon aus, dass sie dort nur kurz steht. Da sich die Ausschreibung und Umsetzung des offiziellen Gedenkortes der Landeshauptstadt Potsdam aber mehrfach verzögerte, hat die markante rote Telefonzelle inzwischen schon ihren ersten Geburtstag gefeiert. Die zivilgesellschaftliche Initiative, die am 22. jeden Monats Lesungen aus dem von ihr gesammelten Buchbestand organisiert, hat in dieser Zeit einiges erlebt. Im letzten Jahr hat sich ein fester Unterstützer*innenkreis gebildet. Mehrere Schulklassen besuchten den Gedenkort. Auch die neue Oberbürgermeisterin war schon mehrfach da und spendete sogar ein Buch. Andererseits gab es immer wieder respektlose, aber auch klar rechtsextreme Schmierereien. Mehrfach wurde die Bibliothek gewaltsam geöffnet, Bücher wurden gestohlen oder sogar vor dem Gedenkort verbrannt.

Am 22. Oktober wurden sämtliche Scheiben der Bibliothek offensichtlich mit großer Gewalt eingeschlagen und einige Bücher angezündet. Nach bundesweiten Presseberichten und zahlreichen Solidaritätsmails hat die Initiative nun eine eigene Homepage eingerichtet, die wir hiermit gern weiterempfehlen. www.gedenkort-verbrannte-buecher.de

Die Reparatur des Gedenkortes wurde bereits beauftragt. Am Samstag, dem 22. November 2025 findet um 11 Uhr die nächste Lesung auf dem Bassinplatz statt.

Wer die Initiative unterstützen möchte, kann an diesem Tag gern eines der Bücher spenden, die die Nazis 1933 im Land Brandenburg verbrannten. Die vom Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien erstelle Bücherliste findet Ihr HIER.

 

Mit unfassbaren 72,9 % der abgegebenen gültigen Stimmen gewann Noosha Aubel am 12.10.2025 die Stichwahl um den Oberbürgermeisterin-Posten in Potsdam. Unsere Wählergruppe hatte die Abwahl Mike Schuberts im Mai maßgeblich mitorganisiert und bei der Neuwahl die Kandidatur der parteilosen Aubel unterstützt.

Bei der Wahlparty im Haus der Frauen hatten wir nun Gelegenheit, den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Selbst „Wind of Change“ von den Scorpions konnte die Stimmung nicht mehr entscheidend trüben.

Wir erwarten vom personellen Neuanfang an der Verwaltungsspitze, dass z. B. der Bürgerservice, die Wohngeldstelle und die Einbürgerungsbehörde schneller und effektiver arbeiten, dass ein lösungsorientierter und kooperativer Arbeitsstil ins Stadthaus einzieht und dass die Beschlüsse der Stadtverordneten endlich umgesetzt werden.

Unsere Stadtverordneten freuen sich auf einen demokratischen Diskurs ohne starre Koalitionsverträge. Wir wissen, dass wir dabei nicht immer einer Meinung sein werden, aber wir sichern der neuen Oberbürgermeisterin einen respektvollen Umgang und eine konstruktive Zusammenarbeit zu.

Nach dem grandiosen Wahlerfolg in der Hauptwahl, tritt die von uns unterstützte Einzelkandidatin Noosha Aubel am 12. Oktober 2025 in einer Stichwahl gegen Severin Fischer (SPD) an. Es wird wahlentscheidend sein, dass alle Unterstützer*innen Noosha Aubels sich an dieser Wahl beteiligen. Wer noch nicht sicher weiß, dass er/sie am Wahltag in Potsdam ist und ins Wahllokal gehen kann, der/dem empfehlen wir, die Briefwahl zu nutzen.

Wie geht das bei der Stichwahl?

Wer bereits bei der Oberbürgermeisterwahl am 21. September Briefwahl beantragt hat, erhält automatisch für die Stichwahl Briefwahlunterlagen. Eine erneute Beantragung ist nicht notwendig. Auch Wählende, die bei der Wahl am 21. September an der Urne gewählt haben, können bis zum 07. Oktober 2025, 12:00 Uhr per Online-Formular oder E-Mail Briefwahlunterlagen beantragen. Personen, die nach dem 21. September entweder durch Zuzug oder Vollendung des 16. Lebensjahres die Wahlberechtigung erhalten, bekommen von Amts wegen Briefwahlunterlagen. Im Briefwahlbüro in der Stadtverwaltung kann ab 26. September wieder direkt gewählt werden. Bitte Ausweisdokument nicht vergessen.

ACHTUNG: Nach dem 07. Oktober 2025 versendet das Briefwahlbüro der Landeshauptstadt Potsdam keine Briefwahlunterlagen mehr postalisch. Sollten Sie sich nach dem 07. Oktober 2025 kurzfristig für eine Briefwahl entscheiden, empfehlen wir die Abholung der Briefwahlunterlagen oder die Stimmabgabe vor Ort im Briefwahlbüro zu den unten genannten Öffnungszeiten.

Briefwahlbüro

Eingang Hegelallee 6-10
Haus 1, 4. Etage, Raum 405
Telefon: 115 oder 0331-289 3870
E-Mail: briefwahl@rathaus.potsdam.de

Öffnungszeiten

geöffnet ab 26. September 2025
Montag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 8:00 bis 18:00 Uhr
Freitag: 8:00 bis 14:00 Uhr
am Freitag, den 10. Oktober 2025: 8:00 bis 18:00 Uhr

 

Die Wählergruppe DIE aNDERE sieht sich durch das Ergebnis der ersten Runde der Oberbürgermeister:innenwahl in Potsdam in ihrer Entscheidung bestätigt, die parteilose Kandidatin Noosha Aubel zu unterstützen. Mit dem Einzug in die Stichwahl hat Aubel deutlich gemacht, dass der Wunsch nach Veränderung in der Stadtgesellschaft groß ist.

Das Ergebnis des heutigen Tages bietet den Potsdamerinnen und Potsdamern zum ersten Mal seit über drei Jahrzehnten eine realistische Chance, keinen SPD-Oberbürgermeister wählen zu müssen.

Mit einer parteiunabhängigen Oberbürgermeisterin Noosha Aubel kann es gelingen, die langjährig gewachsenen Strukturen in der Stadtpolitik aufzubrechen, ohne die Stadt in parteipolitische Polarisierung zu treiben. Noosha Aubel bringt die Erfahrung, die Haltung und den Willen mit, alle demokratischen Kräfte an den Entscheidungen für Potsdam zu beteiligen. Sie steht für eine Politik, die den Menschen zugewandt ist, die auf wertschätzende und respektvolle Führung, gemeinsame Lösungen und Sachorientierung setzt.

Nun liegt die Entscheidung bei den Potsdamerinnen und Potsdamern:

  • für eine „weiter so“-Politik
  • oder für die zukunfts- und lösungsorientierte Politik von Noosha Aubel.

Wir rufen die anderen Parteien dazu auf, eine klare Wahlempfehlung für Noosha Aubel abzugeben und damit Verantwortung für die Zukunft der Stadt zu übernehmen. Jetzt kann der Kurs für eine neue Kultur des Miteinanders gesetzt werden. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen dieser Stadt konstruktiv und im Sinne der Stadtgesellschaft von Potsdam angehen.

Die ersten Stadtverordneten der Fraktion DIE aNDERE der aktuellen Wahlperiode absolvieren in den nächsten Tagen ihre letzten Ausschusssitzungen bevor sie ihre Mandate niederlegen und neuen Gesichtern Platz machen. Auch diesmal gibt es eine kleine Bilanz der Arbeit zum Nachlesen, was unsere Fraktion 2025-2026 angestoßen und erreicht hat.

Bilanz Fraktion 1 2025-2026