Unsere neuen Stadtverordneten haben in ihrer ersten Sitzung bereits die ersten beiden Anträge auf die Tagesordnung gesetzt.

Im ersten Antrag geht es um die seit Jahren überfällige Aktualisierung des Schulwegsicherungskonzeptes. Immer wieder haben sich Schulleitungen und Eltern an unsere Fraktion gewandt und unzureichende Schulwegsicherheit bemängelt.

Mit dem zweiten Antrag wollen wir sicherstellen, dass die  die Händler*innen des Wochenmarktes während des Weihnachtsmarktes auf dem Bassinplatz angemessene Standzeiten erhalten. Dieser Antrag wir auch von den Grünen mit eingebracht.

A 26_SVV_0736 Fortschreibung Schulwegsicherungskonzept

DA 26_SVV_0868 Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt Bassinplatz

 

Am 20. September gab es in unserer Stadtfraktion wieder die inzwischen schon traditionelle jährliche Rotation.

Wir bedanken uns bei Laura Kapp, Balthasar Kogge, Bianca Zeller, Anja Heigl, Christian Raschke und Roman Böttcher für den persönlichen Einsatz.

Ihren Nachfolger*innen wünschen wir viel Erfolg und natürlich auch viel Spaß in der Stadtverordnetenversammlung.

Axel Kruschat: Hauptberuflich bin ich Landesgeschäftsführer des Umweltverbandes BUND. Potsdam ist eine grüne, von Natur geprägte Stadt. Doch Bauwut, Flächenfraß und die Folgen der Klimaerhitzung setzen der Stadt zunehmend zu. Wenn wir nicht entschlossen handeln, wird Potsdam seinen grünen Charakter verlieren. Mein Anliegen ist deshalb, dass die Stadtspitze diese Entwicklung endlich erkennt, ernst nimmt und konsequent gegensteuert.“

Irene Hahn: Ich bin gelernte Geoökologin und arbeite an der Uni Potsdam. Als alleinerziehende Mutter zweier Jugendlicher kenne ich die Problematiken des Potsdamer Wohnungsmarktes und setze mich seit Jahren für bezahlbares Wohnen und Mieter*innenselbstverwaltung ein. Ein weiteres Thema, das mir wichtig ist, ist die Verkehrswende – Weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt mit am besten kostenlosem ÖPNV! Auch eine klimagerechte Stadtentwicklung liegt mir am Herzen.

Sandro Szilleweit: Ich arbeite als Senior-Entwicklungsingenieur und Betriebsratsvorsitzender in einem Technologie­unternehmen in Berlin/Paderborn. Als Vater zweier erwachsener Kinder, als Hobbyläufer und Jugendtrainer, als Kleingärtner und als Gründungsmitglied in der „Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche“ bin ich an vielen kleinen und großen Themen der Stadtpolitik interessiert. Nach zehnjähriger Pause möchte ich mich deshalb wieder als Stadtverordneter engagieren.

Cornelia Frick: Durch meine Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Schichtdienst des städtischen Klinikums erlebe ich täglich die Auswirkungen kommunalpolitischer Entscheidungen auf die Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Auch der Rechtsruck in der Gesellschaft war wohl ein Grund, für ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung zu kandidieren. Ich freue mich auf neue Erfahrungen und die konstruktive Zusammenarbeit mit Leuten, die etwas anpacken und verändern wollen.

Anna Bräutigam: Ich arbeite als Gemeindepädagogin mit Kindern und Jugendlichen und ziehe zum ersten Mal in die Stadtverordnetenversammlung ein. Ich möchte zuhören und verstehen, wie in dieser Stadt Entscheidungen getroffen werden – damit sich Fehlentscheidungen möglichst nicht wiederholen und Handlungsspielräume erhalten bleiben. Ich möchte Brücken bauen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam an tragfähigen Lösungen für eine lebenswerte Stadt für Alle mitwirken. Dabei sind meine Erfahrungen als Potsdamerin, Christin und Mutter von vier Kindern eine wichtige Grundlage. Nun bin ich gespannt, welche Erfahrungen ich in der Stadtpolitik sammeln darf – und freue mich sehr auf dieses Amt!

Daniel Zeller: Jahrelang war ich für das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West und die Westkurve aktiv. Heute arbeite ich als selbstständiger Baumpfleger. Die weitere Entwicklung des Nachbarschaftshauses Lottenhof, für das jüngst die Baugenehmigung erteilt wurde, werde ich weiter unterstützen. Außerdem will ich die geplante Ausschreibung eines städtischen Gedenkortes an die Bücherverbrennung auf dem Bassinplatz kritisch begleiten, damit dort ein würdiger Erinnerungsort entsteht. Den laufenden Veränderungsprozess von Abläufen und Personalien in der Stadtverwaltung unter der neuen Oberbürgermeisterin gilt es weiterhin auf den Prüfstand zu stellen.

Inzwischen ist die jährliche Rotation in der Fraktion DIE aNDERE längst eine demokratische Tradition in Potsdam geworden.

Am 21. September 2026 ist es wieder soweit: Laura Kapp, Anja Heigl, Bianca Zeller, Balthasar Kogge, Roman Böttcher und Christian Raschke geben ihre Mandate an Nachrücker*innen weiter.

Selbstverständlich legen die scheidenden Stadtverordneten auch diesmal in ihrer Bilanz transparent Rechenschaft darüber ab, was sie in ihrem Mandatsjahr erreicht haben, womit sie nicht erfolgreich waren und was noch offengeblieben ist.

Bilanz Fraktion 2 2025-2026

Wir bedanken uns bei unseren Stadtverordneten für die geleistete Arbeit und wünschen viel Erfolg in den vielen Ehrenämtern, die auch ohne Stadtverordnetenmandat noch verbleiben.

Eine andere Stadt ist möglich!

 

DIE aNDERE bewertet den Auftritt des Beigeordneten Bernd Rubelt bei einer Veranstaltung, in der die Folgen des Klimawandels relativiert wurden, als eklatanten Vertrauensbruch. Wer als fachlich für die Umsetzung der Energiewende verantwortlicher Ressortleiter abwegige Positionen, die den klimapolitischen Zielsetzungen der Landeshauptstadt Potsdam diametral entgegenlaufen, öffentlich aufwertet und als bedenkenswerte Debattenbeiträge darstellt, schadet dem Wissenschaftsstandort Potsdam. Außerdem untergräbt er das Engagement all derjenigen, die sich vor allem in den Ortsteilen für die Umsetzung der Energiewende einsetzen und zu Recht erwarten, dass auch der zuständige Beigeordnete auch nach Dienstschluss persönlich für diese Ziele einsteht.

Da Bernd Rubelt nicht zum ersten Mal Veranstaltungen aus dem Milieu der neuen Rechten unterstützt, drängt sich der Eindruck auf, dass der Beigeordnete sich seiner persönlichen Verantwortung schlichtweg nicht bewusst ist. Deshalb kann es aus unserer Sicht kein „Weiter so!“ mit Bernd Rubelt geben.

Mit den demokratischen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung werden wir uns zeitnah zu unserem weiteren Vorgehen verständigen.