Lesung aus verbranntem Werk

Am Montag, dem 22. Juni, öffnet die Bibliothek der verbrannten Bücher wieder um 18 Uhr auf dem Bassinplatz ihre Tür. Wir laden ein zu einer Lesung aus dem 1933 von den Nationalsozialisten verbrannten Buch „Josef sucht die Freiheit“ von Hermann Kesten.

Hermann Kesten (* 28. Januar 1900; † 3. Mai 1996) stand als jüdischer Schriftsteller, als Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ und als Cheflektor des Kiepenheuer Verlags, der viele linke, liberale und jüdische Autoren förderte, gleich aus mehreren Gründen auf der schwarzen Liste der Nationalsozialisten.
Seine Texte zeichneten sich durch einen scharfen, kritischen Intellekt aus. Er bezog Stellung gegen Militarismus, Nationalismus und die aufkommende Diktatur.
Berühmt wurde er nicht nur durch seine eigenen Romane, sondern vor allem durch seinen unermüdlichen Einsatz für verfolgte Autoren während der NS-Zeit.

Nach ihm ist der renommierte Hermann-Kesten-Preis benannt, mit dem das PEN-Zentrum Deutschland Personen ehrt, die sich in besonderer Weise für verfolgte Autoren einsetzen.

Wir freuen uns über Euer Kommen und wie immer auch über Buchspenden. Mehr Informationen und die aktuelle Bestandsliste findet Ihr hier: www.gedenkort-verbrannte-buecher.de und hier: https://www.verbrannte-buecher.de