Barrierefreier Bahnhof Marquardt rückt näher
Der Potsdamer Norden ist einer barrierefreien Querung des Bahnhofs Marquardt einen großen Schritt näher gerückt.
Am 26.02.2026 hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag unserer Fraktion beschlossen, die Oberbürgermeisterin mit der Prüfung mehrerer Optionen zu beauftragen, um die Finanzierung zu sichern (25/SVV/1091-001). In erster Linie sollte eine aktuelle Prognose erarbeitet werden, wie viele Ein- und Ausstiege am Bahnhof Maquardt künftig zu erwarten sind.
Daneben sollte eine Finanzierung aus dem Sondervermögen des Bundes geprüft und eine Änderung des alten Städtebaulichen Vertrages zum B-Plan Friedrichspark verhandelt werden.
Nun liegt das Prüfergebnis (26/SVV/0558) vor, das uns darin bestätigt, eine umfassende Prüfung durchgesetzt zu haben, statt wie die CDU in ihrem Antrag 25/SVV/1091-002 allein auf eine Finanzierung aus dem Sondervermögen des Bundes zu setzen. Während die anderen Prüfungen erfolglos verliefen, prognosziziert die Stadtverwaltung wegen des geplanten Ausbaus der Ortsteile Marquardt und Fahrland-Krampnitz eine deutlich stärkere Nutzung des Bahnhofs Marquardt in den kommenden Jahren:
„Im Rahmen der Erstellung des Stadtentwicklungskonzepts Verkehr wurde das Verkehrsmodell der Landeshauptstadt Potsdam mit dem Prognosehorizont 2040 fortgeschrieben. Die zugrunde liegenden Strukturdaten beinhalten für den Prognosehorizont 2040 im Prognoseplanfall einen Einwohnerzuwachs in Marquardt (+840 Einwohner) und Krampnitz (+10.230 Einwohner) sowie eine Zunahme der Erwerbstätigkeit in Marquardt (+1.400 Arbeitsplätze, inkl. Friedrichspark) und Krampnitz (+3.800 Arbeitsplätze). Weiterhin wird die Linie RB 23 bis Wustermark über Marquardt als Maßnahme angenommen. Unter diesen Annahmen werden für den Bahnhof Marquardt 2.100 Ein-/Aussteiger in 2040 prognostiziert.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Prognose auf Annahmen beruht, die zum jetzigen Zeitpunkt getroffen werden und damit selbstverständlich Risiken und Unsicherheiten verbunden sind, welche aus der Komplexität makroskopischer Modelle sowie der Qualität der Datengrundlage resultieren (z.B. Änderung der Bevölkerungsprognose, abweichende Entwicklung der zu Grunde gelegten Strukturdaten).“
Bisher hatte die Deutsche Bahn mehrfach mitgeteilt, dass der barrierefreie Umbau nur bei Bahnhöfen in Frage kommt, die mindestens 1.000 Ein- und Ausstiege täglich erreichen und war davon ausgegangen, dass der Bahnhof Marquardt nicht einmal 300 erreicht. Mit der neuen Prognose von 2.100 Ein- und Umstiegen pro Tag im Jahr 2040 besteht nun eine deutlich bessere Grundlage, den barrierefreien Umbau am Bahnhof Marquardt einzufordern.
DIE aNDERE wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass dieses wichtige Vorhaben möglichst bald umgesetzt wird.

