Babelsberg wird fahrradfreundlicher
DIE aNDERE arbeitet systematisch daran, die im Wahlkampf 2024 vorgestellten Ziele umzusetzen. In unserem Flyer für den Wahlkreis 4 heißt es unter dem Punkt Verkehrswende und Klimaschutz:
„Die Verkehrssituation ist an vielen Stellen Babelsbergs unbefriedigend. Insbesondere muss die Kreuzung am Babelsberger Rathaus übersichtlicher und sicherer werden. Vorrangig sollen ÖPNV, Fuß- und Radwege verbessert werden. Radwege dürfen nicht bei jeder Einfahrt unterbrochen werden. Radfahrer*innen benötigen einen eigenen Verkehrsraum und mehr sichere Abstellflächen. Die Rudolf-Breitscheid-Straße soll zwischen Rathaus und Plantagenplatz autofrei werden. Der Bereich vor dem Thalia soll barrierefrei und fahrradfreundlich werden (Haltestelle auf die Straße, breite Radwege, Velogleise). Auch für die Karl-Liebknecht-Straße und die Großbeerenstraße braucht es moderne Verkehrskonzepte. DIE aNDERE will den Durchgangsverkehr in Zentrum Ost und Klein Glienicke reduzieren. Wir fordern passive Lärmschutzmaßnahmen wie z.B. eine Lärmschutzwand an der Nutheschnellstraße.“
Bereits kurz nach der Wahl brachte unsere neue Fraktion einen Antrag zur Untersuchung der Neuordnung des Verkehrs in der Rudolf-Breitscheid-Straße ein (24/SVV/0892). Am 06.11.2024 wurde er nach konstruktiver fachlicher Diskussion weitgehend wie beantragt beschlossen.
Mit der Mitteilungsvorlage 26/SVV/0175 legt die Oberbürgermeisterin nun ein erstes Zwischenergebnis vor. Danach sollen drei Maßnahmenoptionen vertiefend untersucht werden, wenn das Stadtentwicklungskonzept Verkehr fortgeschrieben wird.
„[…] Maßnahmenoption 1:
Durch eine Umgestaltung des Straßenquerschnitts mit Gleisverlegung könnte das Ziel einer dauerhaften Verkehrsberuhigung inklusive sicheren Radverkehrsanlagen und barrierefreie Tram-Haltestellen erreicht werden. Diese Option würde eine Sperrung für den motorisierten Individualverkehr (MIV) in beiden Fahrtrichtungen im Abschnitt zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Wattstraße bedeuten. Die Haltestelle S-Bahnhof Babelsberg / Wattstraße stadtauswärts würde in eine Haltestelle mit angehobener Radverkehrsführung umgestaltet werden können.
Wesentlicher Aspekt dieser Maßnahmenoption wäre die Verlegung der Straßenbahngleise und der damit verbundenen Arbeiten bzgl. Oberleitungen, Nebenanlagen, etc. In diesem Zusammenhang könnte auch die Straßenbahn-Haltestelle S Babelsberg/Wattstraße (stadteinwärts) auf Höhe der Haltestelle (stadtauswärts) verlegt werden. Eine Verlegung der stadteinwärtigen Haltestelle Rathaus Babelsberg gegenüber der stadtauswärtigen Haltestelle ist dabei ebenfalls denkbar. Alle Haltestellen in diesem Bereich könnten so barrierefrei ausgeführt und die Umsteigebeziehungen zwischen S-Bahn und Straßenbahn verbessert werden.
Maßnahmenoption 2:
Eine zweite Maßnahmenoption würde ebenfalls eine Sperrung für den motorisierten Individualverkehr (MIV) in beiden Fahrtrichtungen im Abschnitt zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Wattstraße wie bei der Maßnahmenoption 1 vorsehen. Hier würde jedoch keine Anpassung der gesamten Gleisanlage erfolgen und der Fahrradverkehr würde im Zweirichtungsverkehr auf der Nordseite der Fahrbahn geführt werden.
Maßnahmenoption 3:
Die dritte Option würde eine Sperrung für den MIV lediglich in Fahrtrichtung West-Ost (stadtauswärts) im Abschnitt zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Wattstraße vorsehen. Stadteinwärts würde die MIV-Verkehrsbeziehung erhalten bleiben. Diese Situation entspricht damit dem Moment der Straßensperrung des Abschnitts Karl-Liebknecht-Straße bis Wattstraße stadtauswärts Ende 2024. Eine Umgestaltung des Straßenraums wie in Option 1 könnte hier ebenfalls erfolgen. […]“
Damit ist ein erster Schritt zur Verkehrsberuhigung im Zentrum Babelsbergs gemacht. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. Etwas schneller geht es bei zusätzlichen Fahrradständern im Umfeld des Bahnhofs Babelsberg voran. Unsere Fraktion wird natürlich weiter an beiden Themen dranbleiben.

